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Diese Amöbe teilt sich noch bei 63 Grad Celsius

Incendiamoeba cascadensis vermehrt sich im Labor noch bei 63 Grad Celsius. Damit setzt die Feueramöbe den bekannten Reproduktionsrekord für Eukaryoten.

Die einzellige Amöbe Incendiamoeba cascadensis kann sich im Labor noch bei 63 Grad Celsius teilen. Nach Angaben der NASA setzt sie damit den bekannten Reproduktionsrekord für Eukaryoten — Lebewesen, deren Zellen einen Zellkern besitzen. Die Art stammt aus Proben aus heißen Gewässern im Lassen Volcanic National Park in Kalifornien. Der bisher bekannte Grenzwert lag bei 60 Grad und wurde von einigen Pilzen und Rotalgen erreicht.

Teilen, bewegen und überstehen sind verschiedene Befunde

Der Rekord beruht auf beobachteter Zellteilung, nicht nur auf kurzfristigem Überleben. Oberhalb von 63 Grad stoppte die Vermehrung. Bewegung auf der Suche nach Nahrung beobachteten die Forschenden laut NASA noch bis 64 Grad; bei 66 Grad blieben Zellen teilweise aktiv. Nach einer fünfminütigen Exposition bei 70 Grad konnten sie sich unter den anschließenden Erholungsbedingungen wieder erholen.

„Komplex“ meint hier die eukaryotische Zellorganisation, nicht einen vielzelligen Körper. Ein Zellkern umschließt das Erbgut, weitere spezialisierte Zellbestandteile übernehmen abgegrenzte Aufgaben.

Der überraschende Befund hat deshalb eine präzise Grenze: Eine angepasste eukaryotische Art vermehrt sich unter Laborbedingungen bei 63 Grad Celsius. Er belegt nicht allgemein „komplexes Leben in kochendem Wasser“.

Quellen

Quellenstand: 24. September 2026.