Security · MiniUPnPd
Manipulierte UPnP-Anfrage kann MiniUPnPd aus dem Tritt bringen
kritisch
Eine präparierte Netzwerkanfrage kann den UPnP-Dienst ohne Anmeldung abstürzen lassen oder Speicherinhalte offenlegen.
- CVE
- CVE-2026-5720
- Betroffen
- Ubuntu-Pakete vor den jeweils korrigierten ESM-Versionen für 16.04 bis 26.04 LTS
- Behoben
- 26.04: 2.3.9-2ubuntu0.1~esm1; 24.04: 2.3.4-1ubuntu0.1~esm1; 22.04: 2.2.3-1ubuntu0.1~esm1; 20.04: 2.1-6.1ubuntu0.1~esm1; 18.04: 2.0.20171212-2ubuntu0.1~esm1; 16.04: 1.8.20140523-4.1+deb9u2ubuntu0.1~esm1
MiniUPnPd ist ein kleiner Netzwerkdienst, der auf Routern und Gateways automatische UPnP-Portfreigaben verwaltet. Eine fehlerhafte Längenberechnung beim Lesen des SOAPAction-Headers – eines Steuerfelds der UPnP-Anfrage – kann dazu führen, dass der Dienst Daten außerhalb des vorgesehenen Speicherbereichs liest.
Für den Angriff genügt eine präparierte Anfrage aus einem Netz, das den UPnP-Dienst erreichen kann; eine Handlung oder Anmeldung des Nutzers ist nicht erforderlich. Mögliche Folgen sind ein Absturz und die Offenlegung von Speicherinhalten. Ob das tatsächlich aus dem Internet möglich ist, hängt von der Konfiguration ab – UPnP gehört dort ohnehin nicht hin.
Die korrigierten Ubuntu-Pakete sollten installiert werden. Sie werden für die aufgeführten Versionen über Ubuntu Pro beziehungsweise ESM Apps bereitgestellt. Eine bestätigte aktive Ausnutzung ist mit Quellenstand 8. September 2026 nicht bekannt.
Gegenprüfung: Ubuntu CVE-2026-5720.