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Frankreichs längste Landgrenze verläuft in Südamerika

Über Französisch-Guayana grenzt Frankreich rund 730 Kilometer an Brasilien. Keine französische Landgrenze in Europa ist länger.

Frankreichs längste Landgrenze verläuft nicht zu Spanien, Belgien oder Deutschland, sondern zu Brasilien.

Der Grund heißt Französisch-Guayana: ein französisches Überseegebiet mit dem Status eines Départements und einer Region an der Nordostküste Südamerikas. Damit ist es ein regulärer Teil des französischen Staatsgebiets und nicht bloß ein abhängiges Außengebiet. Seine Grenze zu Brasilien ist deshalb zugleich eine französische Staatsgrenze – mitten im Amazonasgebiet.

Sie ist rund 730 Kilometer lang. Offizielle Stellen nennen 700, 730 oder 730,4 Kilometer und erklären die Abweichung auf den verlinkten Seiten nicht. Am Rang ändert sie nichts: Das französische Außenministerium bezeichnet sie ausdrücklich als längste französische Grenze mit einem Nachbarland.

Die eigene mentale Europakarte war also nicht falsch gezeichnet. Sie war nur zu klein.

Quellenstand: 8. September 2026.