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Die Motte war echt. Der Begriff „Bug“ war älter.
1947 steckte tatsächlich eine Motte in einem Relais des Harvard Mark II. Sie machte den Begriff Bug berühmt, erfand ihn aber nicht.
Der Harvard Mark II war ein elektromechanischer Rechner, dessen Schaltungen mit Relais arbeiteten. Am 9. September 1947 fand das Team eine Motte zwischen Relaiskontakten, klebte das Tier in das Logbuch und notierte sinngemäß den ersten tatsächlichen Fall eines gefundenen „Bugs“.
Die hübsche Pointe ist nur halb so ordentlich, wie Legenden sie gern hätten. Der Fehler saß in der Hardware, nicht im Programm. Und der englische Begriff bug für technische Störungen war schon im 19. Jahrhundert gebräuchlich. Das Computer History Museum führt Thomas Edison als frühen Nutzer an.
Grace Hopper war bei dem Vorfall anwesend und machte die Geschichte später in Vorträgen bekannt. Sie fand die Motte nach der Museumsdarstellung aber nicht allein, und sie erfand auch nicht an diesem Tag das Wort bug. Eine gute Anekdote braucht offenbar ebenfalls ein Debugging.
- Wikipedia: Grace Hopper
- Computer History Museum: First Instance of Actual Computer Bug Being Found
- Smithsonian: Log Book With Computer Bug
Quellenstand: 7. September 2026.